![]() ![]() ![]() Mittlere Gruppe Nachdem die jüngsten "Störche" aus der kleinen Gruppe herausgewachsen sind, landen sie hier, in der mittleren Gruppe. War das bisherige Leben eher durch Wahrnehmen, Aufnehmen und das Entwickeln der Sinne bestimmt, so fangen sie nun an, aktiv ihre Umwelt und das Umfeld zu entdecken. Kommunikation dient nun einer konkreten Auseineindersetzung mit Dritten und ist von gegenseitigem Verstehen geprägt. Die Kinder lernen ihren Körper kennen und können Körperteile benennen. Das Interesse an eigener körperlicher Betätigung steigt und der Wunsch nun endgültig "Trocken" zu sein (wenn dies nicht eigentlich schon in der kleinsten Gruppe erfolgt ist) rückt in der Vordergrund. Sie lernen Rücksicht aufeinander zu nehmen und Konflikte werden zunehmend sprachlich ausgehandelt. Das Vertrauen in sich selbst steigt, die Kinder reden miteinander und lernen einander zuzuhören. Deshalb steht auch bei der erzieherischen Arbeit im Vordergrund, die Lust auf Sprache und das Sprachverständnis zu entwickeln. Die Kinder lernen Laute und Lautverbindungen und erzählen sich Ereignisse nach. Zunehmend sicherer wird der Umgang mit verschiedenen Materialien und Werkzeugen (Knete, Papier, Farbe, Pinsel, Schere etc.). Die Phantasie entwickelt sich und kommt beim Spiel genauso wie bei ersten bildnerischen Kunstwerken zum Vorschein. Die Kleinen stellen selbständig gemeinsam Dinge her und lernen die Farben kennen. Auch die Musik ist weiterhin ein wichtiger Begleiter in der Entwicklung der Sprößlinge. Texte und Melodien von Liedern sind nun immer bekannter und werden mitgesungen. Dadurch wird die Musik ein Medium für die Sprachförderung. Das Arbeiten mit Musikinstrumenten wie Triangel, Klanghölzer und Becken etc. begleitet die frühmusikalische Erziehung. Bewegung und Musik werden miteinander verknüpft. Neben dem Benenen von Körperteilen kann nun auch immer sicherer die Anzahl dieser bestimmt werden (zwei Arme, zehn Finger usw.). Das Alter kann jetzt gezählt werden, die Kinder wissen, wann sie Geburtstag haben. Ordnungsstrukturen in der Zeit werden entwickelt, heute, morgen und gestern werden sinngerecht eingesetzt. Auch geometrische Formen wie Dreieck und Kreis haben jetzt eine konkrete Bedeutung. Die Nähe zur Naturschutzstation Malchow ermöglicht es (neben den Gegebenheiten im kitaeigenen Garten und dem unmittelbar angrenzenden Landschaftsraum), dass die jungen Entdecker die Vielfalt von Pflanzen und Tieren in ihren jeweiligen Jahreszeiten erleben und sich das Wissen über diese aneignen. Der Umgang mit Naturmaterialien wird selbstverständlich. Das Wissen um die Merkmale vom Frühjahr, Sommer, Herbst und Winter auch im Kontext zur saisonialen Kleidung wird bei den Kinder entwickelt. Mindestens einmal jährlich erfolgt mit den Eltern eines jeden Kindes ein Entwicklungsgespräch (meist am Geburtstag des Kindes). |